tarvisio – Triest als Bikepacking Tour
Der Alpe-Adria Radweg begeistert ein breites Publikum. Die Originalstrecke von Salzburg nach Grado kann mit fast jedem Fahrrad bewältigt werden. Es geht überwiegend auf Radwegen ohne Verkehr Richtung Süden. Teil der klassischen Route ist der Tauerntunnel, der mit dem Zug viele Höhenmeter erspart. Man kann die Tour aber auch anpassen, anspruchsvoller gestalten oder einfach mehr Kilometer am Tag zurücklegen. Eine sehr empfehlenswerte Variante führt nach Triest (Vorschläge für Triest). Die Stadt hat einiges zu bieten und von hier geht es mit dem Zug einfacher wieder retour. Hier stelle ich dir unsere Tour mit dem Gravelbike von Tarvisio hinter der österreichischen Grenze nach Triest vor.
Tour buchen
Die Strecke kann auch im Gesamtpaket gebucht werden. Dazu Empfehle ich Feuer+Eis. Sie ermöglichen die Alpenüberquerung ganz ohne Buchungs- und Organisationsstress. Wenn du über meinen Link buchst, bekomme ich eine kleine Provision und bedanke mich bei dir:
Tourübersicht
Tarvisio – Venzone
Venzone – Triest

2 Tage am Rad
2 Nächte unter den Sternen
Mit dem Gravelbike sind wir die Strecke als Bikepacking Tour von Tarvisio bis nach Triest gefahren. Ein paar Dinge mussten wir sehr schmerzhaft erfahren. Wenn du dir den Beitrag durchliest, ersparst du dir diese Fehler. Viel Spaß beim Lesen.








Lektion 1: Fahrradmitnahme im Zug
Wir sind in Kirchberg in Tirol gestartet und wollten mit dem Zug bis nach Villach. Dort hätte es mit den Bikes losgehen sollen. Endstation war dann Schwarzach St. Veit am Bahnhof, wo uns kein Zug mehr ohne Reservierung mitnehmen wollte. Platz war zwar im Zug, aber der Wille der Zugführerin war nicht gegeben. Gerade die Eurocity-Züge sind in der Hochsaison sehr problematisch. Es gibt nur wenige Fahrradplätze, und die sind meist früh ausgebucht. Selbst wenn noch Platz vorhanden ist, ist mit den Zugführern oft nicht zu reden. Das heißt Tipp Nummer 1: Die Zugfahrten, die nicht mit Regionalzügen sind, früh für die Räder reservieren bzw. schauen, ob eine Fahrradmitnahme überhaupt möglich ist.
Tauernschleuse Böckstein-Mallnitz
Ein paar Stunden später und nach einem kurzen Abstecher zur Glockner-Hochalpenstraße ging es dann doch durch den Tauern bis nach Villach. Wer die eigentliche Route von Salzburg aus fährt oder auch vor dem Problem steht, kurzfristig keine Fahrradreservierung zu bekommen, sollte bis nach Böckstein radeln. Das ist fast im Talschluss des Gasteinertals. Hier fährt im Stundentakt ein Zug mit 50 Fahrradplätzen durch den Tauern. Eine Reservierungsmöglichkeit gibt es nicht. Weil wir schon so viel Zeit verloren hatten, sind wir bis nach Tarvisio mit dem Zug gefahren und haben von dort aus gestartet. Hier geht es zur Beschreibung von Villach nach Tarvisio – Venzone.
Durch das Kanaltal: Tarvisio – Venzone

Vom Bahnhof geht es Richtung Ort Tarvisio auf der Straße. Hier muss man sich einfach an die Beschilderung halten (aus dem Bahnhof raus und dann rechts). In Tarvisio geht es dann irgendwann rechts zum Radweg hoch. Der Radweg ist eine aufgelassene Bahnstrecke und ein echter Genuss. Es geht gleichmäßig bergab, und man kann richtig gut Meter machen. Ein weiterer Vorteil sind die Tunnel der alten Bahnstrecke. Aber aufgepasst: Gerade wenn es sehr heiß ist, kann nach dem Verlassen des Tunnels (kalt und feucht) die Brille binnen Sekunden komplett beschlagen. Der Hauptfluss im Kanaltal ist die Fella, und die Landschaft ist beeindruckend. Der wilde Fluss schiebt den wunderschönen weißen Kalk der umliegenden Berge vor sich her. Dieser erste Abschnitt verläuft fast gänzlich auf Radwegen. Ein paar Mal ist der Weg wegen Bauarbeiten unterbrochen. Kurz vor Venzone muss man dann auf die Straße.
KArte Alpe-Adria-Radweg: Tarvisio – Venzone – triest
Tagliamento: einer der letzten Wilden der Alpen
Als Ziel der ersten Alpe-Adria-Etappe haben wir Venzone am Tagliamento gewählt. Die Stadt ist unglaublich, hat einen genialen Riesen-Pizza-Laden, und der Tagliamento ist ein perfekter Schlafplatz für Bikepacker. Vor dem Essen haben wir uns noch einen Sprung in den Fluss gegönnt. Ungefähr auf der Höhe des Bahnhofs gibt es eine Brücke, bei der man einen grandiosen Blick auf den Fluss hat.


Blaues Wasser, blauer Himmel – da kann ja nichts schiefgehen. Doch: In der Nacht ist ein Gewitter aufgezogen, und wir mussten uns einen anderen Unterschlupf suchen. Wir hatten nur dünne Schlafsäcke und keinen Biwak dabei.
Tag 2 am Alpe-Adria-Radweg
Venzone – Triest
Ohne ordentliches Café geht in Italien nix. Wir haben trotzdem ein paar Kilometer gewartet und erst einmal versucht, den Rückenwind zu nutzen. Von Venzone startet man auf Schotterpisten entlang des Tagliamentos. Grundsätzlich ist der Alpe-Adria-Radweg sehr gut beschildert, und man kann sich darauf verlassen. Da der Weg jedoch nach Grado führt, haben wir Udine westlich von uns gelassen. Die Strecke führt über kleine Nebenstraßen, Feldwege, Radwege und manchmal auch über Landstraßen. Die Anteile auf der Hauptstraße sind jedoch eher gering. Auch hier gibt es immer wieder eine Radwegbeschilderung, an die man sich halten kann.

Lektion 2: Hitze

Wenn die Sonne zum Feind wird,
ist Schatten dein Freund
Wir waren an einem sehr heißen Tag unterwegs. 35 °C war das Maximum, und weit und breit keine Wolke. Auch schattenspendende Bäume sind hier die Seltenheit. Die Strecke ist flach, und der Fahrtwind bietet eine trügerische Abkühlung. Wir haben uns an diesem Tag beide einen Sonnenstich eingefangen.
Die Lektion ist ganz klar: Den Kopf immer schön mit Wasser übergießen und mehr Pausen machen – am besten bei der Soca, die man bei Sagrado überquert. Von der Brücke aus sieht man schon die Menschen baden. Und natürlich gilt: immer genügend Wasser dabei haben. Viele Brunnen haben wir auf der Strecke nicht gefunden.
Smoothe TRails nördlich von Monfalcone, aber bergauf



Nördlich von Monfalcone biegt der Radweg nach Osten Richtung der Anhöhe ab. Davor führt der Weg aber noch an einigen Feigenbäumen vorbei, die man dringend ernten sollte. Durch unerwarteten Wald führt der Weg dann anfangs flach und später etwas steiler bergauf. Hier machen die Gravelbikes noch einmal richtig Spaß und bekommen ihre Berechtigung. Weiter oben hat sich der Wald noch nicht von einem Feuer erholt. Langsam gibt das aber den Blick auf das Meer frei. Auf der Landstraße geht es weiter, und zwar mit einer sauberen Abfahrt.
Endstation, Meer und Sternennacht

Die Hitze hat uns beide niedergestreckt. Wir wollten nur noch zum Meer und in den Schatten. Die Landstraße verläuft etwa 80 Meter oberhalb der Küste. Bei einer Abzweigung haben wir unser Glück versucht und zumindest einen kleinen Schotterstrand mit Schatten gefunden. Je weniger Leute am Strand waren, umso schöner und idealer erwies er sich. Der perfekte Platz für die zweite Nacht: sternklar, warm und direkt am Meer.
Alpe-Adria-Radweg buchen
Ich hoffe, dir hat mein Beitrag gefallen. Wenn du zwar Lust auf den Radweg hast, dir aber den ganzen Stress und die Fehler von uns ersparen möchtest, buch doch das Gesamtpaket bei Feuer+Eis. Die Tour ist auch für „Neulinge“ gut machbar. Mit der Buchung über meinen Link bekomme ich eine kleine Provision – danke dir!
Tourenbeschreibung von Villach nach Venzone
Hier kommst du zu meiner Tourenbeschreibung für den Abschnitt Villach – Venzone des Alpe-Adria Radwegs:
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