
Marketing Grundlagen
Diese Basics über Marketing solltest du kennen, wenn du ein Unternehmen hast
Hier erfährst du die wichtigsten Grundlagen, mit denen du im Marketing arbeiten solltest. Wir steigen mit fünf Tipps für absolute Marketing-Beginner ein. Dann schauen wir uns an, was Marketing ist, wie Werbung funktioniert und mit welchen einfachen Modellen du dein Unternehmen prüfen solltest. Wenn du Unterstützung brauchst, melde dich gerne.
Inhalt: Darum gehts
- Top 5 Marketing-Tipps als Basics
- Was ist Marketing
- Marketingstrategie und Positionierung
- Was ist Werbung und wie funktioniert sie?
- Wie funktioniert Social Media Marketing?
Top 5 Marketing-Tipps als Basics
1.
KISS.
Keep it simple, stupid.
Versuche nicht, Dinge absichtlich zu verkomplizieren. Die Kunst ist es, komplexe Prozesse einfach herunterzubrechen. Schluss mit Buzzwords, unnötigen Meetings oder überflüssigen Aufgaben. Was ist dein Ziel, deine Message? Mach es für ein Kleinkind verständlich.
2.
Was ist das schwächste Glied?
Wenn dein Haus brennt, gießt du nicht die Blumen. Analysiere, wo in deiner Unternehmensstruktur das schwächste Glied ist. Passt dein Produkt, hast du eine Brand, kennen dich deine Kunden, wo ist dein Point of Sale?
3.
Tue Gutes und sprich darüber.
oder
They buy what they see
Auch wenn Werbung bzw. Kommunikation nur ein kleiner Teil von Marketing ist, wenn niemand deine Produkte, deinen Service und deinen Mehrwert kennt, kannst du auch keinen Umsatz machen. Also: Zeig her, was du hast!
4.
Effizienz
Maximale Wirtschaftlichkeit, minimaler Aufwand – maximaler Erfolg
Überleg dir, was wirklich etwas bringt, gerade wenn du wenig Marketingbudget hast. Natürlich gibt es die großen Brands, bei denen es rein um Markenexzellenz geht, aber ist dein Unternehmen so eines? Wenn dem nicht so ist und deine Marketingressourcen limitiert sind, achte auf die Effizienz. Achte aber auch auf kurzfristige und langfristige Folgen deiner Maßnahmen und beschäftige dich mit dem Begriff Return on Investment.
5.
Blue Ocean Strategy
© CHAN KIM & RENEE MAUBORGNE (2004-2025)
Geh nicht in einen gesättigten Markt, konkurriere nicht gegen übermächtige Gegner mit dem gleichen Angebot und kopiere nicht einfach den Marktführer. Oder anders gesagt: Kämpfe nicht im Red Ocean. Such dir neue Märkte, etabliere einen Mehrwert mit einem klaren Wettbewerbsvorteil für dich und schaffe eine neue Art der Wertschöpfung: Willkommen im Blue Ocean.
Was ist Marketing?
Definition von Prof. Manfred Bruhn
Marketing ist also eine unternehmerische Denkhaltung. Sie konkretisiert sich in der Planung, Organisation, Durchführung und Kontrolle sämtlicher interner und externer Unternehmensaktivitäten, die durch eine Ausrichtung der Unternehmensleistungen am Kundennutzen im Sinne einer konsequenten Kundenorientierung darauf abzielen, absatzmarktorientierte Unternehmensziele zu erreichen.
Was sind die wichtigsten Punkte, die man daraus ableiten sollte:
Marketing ≠ Werbung
Marketing ≠ Geld ausgeben
Marketing = Strategie
Marketing = „Kundensicht im Unternehmen“
Was ist eine Marketingstrategie?
Am einfachsten erklärt man das Wort Strategie, wenn man es als Weg von der aktuellen Ist-Situation hin zu einem definierten Soll-Zustand, also einem Ziel, versteht. Um die aktuelle Situation zu visualisieren, kann man sich einer Positionierung bedienen:
Marken Positionierung
„Die Positionierung ist ein „psychologisches Marktmodell“ und stellt in einer mehrdimensionalen Darstellung die unterschiedlichen Leistungen bzw. Marken eines relevanten Marktes in der Wahrnehmung der Kunden dar.“ (Bruhn 2001, S 67)
Dabei unterscheidet man zwei Dimensionen: Betrachter-Sicht und Zeit. Bei der Betrachter-Sicht unterscheiden wir einmal die firmeninterne Positionierung und eine externe, also die Kundensicht. Die interne Sicht kann man selbst definieren. Für die externe Positionierung braucht man Marktforschung, Kundenfeedback usw.. Zeitlich unterscheiden wir zwischen der Ist- und der Soll-Positionierung. Mit der Soll-Positionierung definiert man das Ziel, das man erreichen will.
Interne & Externe Positionierung
Zwischen interner und externer Sicht gibt es immer eine Diskrepanz. Neue Produkte, Kampagnen und die allgemeine Ausrichtung der Firma sind weitestgehend verinnerlicht. Zusätzlich betrachtet man sich selbst bestimmt etwas positiver bzw. relevanter im Vergleich zum Mitbewerber. Extern sieht man, wie eine Marke tatsächlich wahrgenommen wird.

Ist & Soll Positionierung
Kennt man die aktuelle Positionierung der Marke bzw. des eigenen Unternehmens und hat man ein Ziel definiert, ist der Weg bzw. sind die Maßnahmen, um es zu erreichen, die Strategie. Meist startet man mit einer abstrakten, aber weitgreifenden Vision: The sky is the limit. Davon abgeleitet ergibt sich ein messbares Ziel. Was musst du tun, um es zu erreichen?

Was ist Werbung?
Werbung ist ein Teil der Marketingkommunikation. Entscheidend ist das Ziel: Was willst du kommunizieren? Was soll beim Kunden ankommen? Interessiert ihn das überhaupt und kennt er dich schon?
Am Ende möchtest du jedenfalls eine Verhaltensveränderung bei deiner Kundschaft sehen. Im besten Fall ist das ein Kauf. Werbung ist Manipulation. Das klingt erstmal sehr negativ, und das ist es auch, wenn dein Produkt keinen positiven Mehrwert hat. Bist du von deinem Produkt oder deinem Service überzeugt, bietet es mehr als der Mitbewerber, ist es gesünder, geht es deinen Kunden damit besser, schaffst du einen Vorteil für die Umwelt oder die Region? Ja? Dann ist es eine Manipulation zum Besseren.
Werbung = Manipulation = Verhaltensänderung

Wie funktioniert Werbung?
Es gibt die unterschiedlichsten Werbestrategien. Im Grunde geht es darum, zu verstehen, wo die Kommunikation ansetzt und was sie bewirken soll. Ist deine Marke bereits bekannt? Geht es darum, etwas Neues anzukündigen, oder willst du dein Image stärken bzw. verändern? Geht es um eine Abgrenzung zum Mitbewerber? Ein sehr einfaches Modell, wie Werbung wirkt, ist das AIDA-Modell. Es beschreibt die Werbewirkung als Abfolge mehrerer Schritte. In der modernen Marketingforschung wird es teilweise kritisch gesehen, da Kaufentscheidungen oft nicht linear ablaufen.
AIDA-Modell
Attention = Aufmerksamkeit
Intrest = Interesse
Desire = Verlangen
Action = Kauf
Wie ist Werbung aufgebaut?
Wirkungsweise von Werbung
Werbebotschaften enthalten drei Ebenen: Aktualität, Information und Emotion. Diese Ebenen treten nicht getrennt voneinander auf. Meistens hat eine Werbebotschaft einen klaren Fokus.
Zugang von Werbung im Digital Marketing
Wie stoßen Menschen auf deine Botschaften? Am einfachsten ist das je nach Channel zu unterscheiden. Ist die Hauptintention Unterhaltung oder wird gezielt nach Informationen gesucht? Wenn du die jeweilige Intention verstehst, erkennst du, ob du Information mit Unterhaltung oder Unterhaltung gezielt mit Information anreichern musst. Das nennt man Infotainment.
Information
Entertainment
INFOtainment
Wie funktioniert Social Media Marketing?
Die Grundlage für die gängigen Social-Media-Plattformen sind Algorithmen, also Logiken, die Nutzer nach gewissen Vorgaben und anhand ihres Verhaltens mit Inhalten bespielen. Die Vorgaben können wir nicht beeinflussen, das Verhalten der User aber schon – und zwar durch die Inhalte. Mit Verhalten ist immer eine Form der Interaktion gemeint: Liken, Teilen, Kommentieren, Verweilen, Antippen usw. Damit man das bekommt, braucht es Involvement, also irgendeine Form von Bezug. Nichts ist schlimmer für einen Algorithmus als Desinteresse im Bezug auf deinen Content.
User sollen immer mehr und immer länger Content konsumieren. Moralisch ist das sehr fragwürdig, für Betreiber solcher Plattformen ist es lukrativ, denn was du mit organischem Content nicht an Aufmerksamkeit erreichst, kannst du als Paid Ad kaufen.
Involvement
User interessieren sich für deine Themen. Beispiel: Du klickst zehnmal eine Werbung für Versicherungen weg. Nach einem Schadensfall, bei dem dir etwa dein Bike geklaut wurde, wirst du dich eher für eine Diebstahlversicherung interessieren.
Situations Involvement
Manchmal geht es um sehr kurzfristige Themen, bei denen das Interesse nur von sehr kurzer Dauer ist. Medikamente für einen Infekt, wetterbedingte Situationen oder vorübergehende Zustände wie Heißhunger auf den besten Kaiserschmarrn der Alpen können das zum Beispiel sein.
Neben dem Involvement solltest du dich fragen, was dem User eine Interaktion mit dir bringt. Leider bringt gerade Social Media oft die egozentrischste Seite von Menschen hervor: Es geht um Inszenierung und Selbstdarstellung. Das ist beim Erstellen von Inhalten nicht anders als beim Interagieren damit:

Dieses Modell veranschaulicht, dass jede Interaktion darauf abzielt, die eigene Darstellung hin zu einem Idealbild zu lenken. Stell dir also die Frage: Was bringt es einem User, wenn er dein Bild liked? Nicht der Eiffelturm wird gepostet, man postet, dass man dort war. Man postet sich vor dem Eiffelturm. Wenn ich deinen Content liken soll, muss er mich aufwerten.
Marketing Unterlagen
Hier findest du Unterlagen zum selbst Ausarbeiten und zu Schulungen. Die Unterlagen sind passwortgeschützt. Das Passwort bekommst du bei der Schulung oder auf Anfrage.


