Mit dem SUP und dem Zug vom Neusiedlersee zum Bodensee
In Österreich gibt es das Klimaticket: ein Ticket für öffentliche Verkehrsmittel in Österreich – mit ein paar kleinen, feinen Ausnahmen. So darf man auch über einige Grenzen hinweg fahren. Ganz im Westen ist das Lindau am Bodensee und ganz im Osten Sopron in Ungarn. Beide Orte liegen an Seen, die man perfekt mit dem SUP erkunden kann. Das hat mich auf eine Idee gebracht:
An einem Tag: von Ungarn nach Deutschland. Vom Neusiedler See zum Bodensee – nur mit SUP, Bus und Zug.
Tourübersicht
Über den Neusiedlersee mit dem SUP
Von Ungarn nach Mörbisch
Mit dem Zug ging es recht unkompliziert bis nach Sopron – und das ohne Aufpreis mit dem Klimaticket. Sopron selbst hat eine wunderschöne Altstadt und wäre es wohl wert, länger besucht zu werden. Ich musste aber noch weiter zum Neusiedler See, und zwar nach Fertőrákos. Dort angekommen ging es mit dem Bus und anschließend zu Fuß weiter bis zum See.
Wie leider zu erwarten war, ging es schön langsam los mit den Gelsen und einer ungewissen Nacht. Am See gab es keinen wirklichen Einstieg und auch keine Möglichkeit zu übernachten. Ein Security-Mitarbeiter von einem Privathafen meinte, ich könne schnell ins Wasser und einen Kanal hinauf paddeln. Hab ich gemacht. Am Ende des Kanals habe ich dann mehr oder weniger ein paar Stunden geschlafen.



03:50 weiter gehts
Weil ich nicht wirklich schlafen konnte und stattdessen lieber über die Morgendämmerung gelesen habe, weiß ich jetzt, dass es eine bürgerliche, nautische und astronomische Dämmerung gibt. Mit dem ersten wunderschönen Licht der vermutlich nautischen Dämmerung habe ich mich aufgemacht: zuerst den Kanal wieder hinaus und dann geradewegs hinauf nach Mörbisch am See.



SUP X Neusiedlersee
Vom Neusiedlersee zum Bodensee
Einmal quer durch Östrreich mit dem Klimaticket
Nach Mörbisch in den Ort waren es ca. 15 Minuten zu Fuß. Hinter mir kamen die ersten Sonnenstrahlen durch und noch vor sechs Uhr hatte der erste Bäcker schon geöffnet. Mit Nussschnecke und Weckerl ging es mit dem Bus nach Eisenstadt und weiter zum Bahnhof nach Ebreichsdorf.
Ab hier ging es mit dem Zug weiter: zuerst nach Wien Meidling und von dort mit knappem Anschluss direkt mit dem Railjet bis nach Bregenz. Mein SUP war bei der ganzen Reise kein Problem, die Flip-Flops zu gehen schon – und die ca. zwei Stunden Verspätung am Deutschen Eck ebenfalls. Da ich aber deutlich früher losgekommen bin, sollte sich die Tour mit einer schnellen Einheit nach Lindau gerade noch ausgehen.



Von Bregenz nach Lindau mit dem SUP
Am Bodensee über die Grenze, die es nicht gibt
Die Uferpromenade in Bregenz ist etwas ungünstig zum Einsteigen und ich hatte es recht eilig. In einem kleinen Hafen konnte ich mein SUP aufblasen und einsteigen. Vorbei an der Seebühne und bei spiegelglatten Bedingungen ging es sehr gut voran. Bei etwas mehr Wind hätte ich sicher nicht die direkte Variante nach Lindau genommen, aber an diesem Tag ging es sehr einfach. Lindau war schon gut zu erkennen, das Panorama von den verschneiten Alpen über den weiten See ist grandios. Je näher ich Lindau kam, umso besser ließ sich die bekannte Hafeneinfahrt mit dem Löwen erkennen. Schön langsam war auch klar, dass ich meinen letzten Zug nach Tirol schaffen würde: Zeit, die Tour zu genießen.
Die Tour habe ich auch als kurzes Video auf Youtube zusammengeschnitten.
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