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Ligurien Geheimtipps: Rapallo–Recco

An die Italienische Riviera ohne Auto

Ligurien ist einfach ein Traum, wenn man ein paar wichtige Dinge beachtet. Wann die beste Reisezeit ist und welche Orte nicht überlaufen sind, stelle ich dir hier vor. Die ligurische Küste wird unterteilt in die Riviera di Ponente. Sie erstreckt sich von der französischen Küste bis nach Genua. Hier findest du einen Beitrag zum Gravelbiken rund um Varazze. In diesem Beitrag geht es um den östlichen oder südlichen Teil, der Riviera di Levante: von Genua bis La Spezia.

Die gesamte ligurische Küste ist durch eine wunderschöne Bahnlinie erschlossen – ideal für Reisen ohne Auto. Über Genua oder von Süden kommend, aus der Toskana, erwartet dich eine Reihe an Dörfern und Städten: eine Ortschaft schöner als die andere. Reise- und Spartipps für die Italienische Bahn findest du hier.

Wer dem Trubel der Cinque Terre entkommen möchte und die Region trotzdem erleben will, ist zwischen Rapallo und Recco perfekt aufgehoben.

Die beste Reisezeit für Ligurien

Die Schönheit der Gegend hat sich schon seit Langem herumgesprochen. Selbst im Winter ist in manchen Orten und Städten noch recht viel los. So richtig in die Saison starten die meisten Orte zu Ostern.

Wenn du vor Ostern vor Ort bist, wirst du weder dicht an dicht gereihte Sonnenschirme noch überteuerte Unterkünfte vorfinden. Im Herbst ist das Wasser noch angenehm warm – und je später es im Jahr wird, desto ruhiger wird es wieder. Die beste Reisezeit würde ich daher von Ende September bis Ostern angeben.

Sonnenuntergang über der Küste vor Rapallo, Ligurien mit Blick auf die Burg im Meer.

Die schönsten Orte zwischen Rapallo und Recco

Rapallo bietet sich als perfekter Ausgangspunkt an. Der Ort liegt südlich des Naturparks rund um den bekannten Hafen von Portofino. In Gehdistanz befindet sich Santa Margherita Ligure – optisch ein absoluter Luxusort, in dem sich eine Villa an das nächste Fünf-Sterne-Hotel reiht.

Trotzdem gibt es kleine Buchten und Bademöglichkeiten, an denen man oft fast ganz alleine ist. Mit dem Zug geht es durch Tunnel in wenigen Minuten weiter bis nach Camogli. Zu Fuß gelangt man anschließend in den eher bodenständigen Ort Recco. Fährt man von dort mit dem Zug zurück nach Rapallo, hat man eine perfekte Tour hinter sich.

Santa Margherita Ligure

Eine kleine Bucht mit Häusern in Santa Margherita Ligure.

Prunk, Protz, traumhafte Gärten und eine sehenswerte Integration von Villen in die italienische Küstenlandschaft – all das findet man rund um Santa Margherita. Entlang der Küste ist zwar nicht jeder Weg erschlossen, doch wer halbwegs trittsicher ist, kann die eine oder andere Erkundungstour wagen.

Wer der Straße immer weiter folgt, landet irgendwann in Portofino. Ich habe es einmal gesehen und würde persönlich nicht noch einmal hinfahren. Viel spannender sind die unzähligen Wandermöglichkeiten im Naturpark von Portofino. Hier gelangt man zu einsamen Buchten und zu Klöstern, die sonst oft nur über das Meer erreichbar sind.

Per Zug lässt sich die Halbinsel in wenigen Minuten durch einen Tunnel ideal abkürzen – von Santa Margherita nach Camogli, dem nächsten Bilderbuchort an der Riviera.

Bahnhof von Santa Margherita Ligure

Camogli: Wasserfarben und Meeresfrüchte

Schöner als die Farbe des Wassers vor Camogli wird es wohl nicht mehr. Trotz des dunklen Strands blitzt das Wasser in einem unglaublichen Türkis bis Hellblau. Die kleine Stadt ist sehenswert und der Wikipedia-Eintrag dazu recht interessant: die Stadt der Kapitäne.

Im Hafen hinter der Kirche (dem Postkartenmotiv) gibt es frische Meeresfrüchte, direkt am Boot raus paniert. Gefühlt läuft hier im Ort jeder mit einem frittierten Stanitzel herum. Etwas Touri-Abzocke dürfte wohl dabei sein. Der Ort und die Aussicht auf die Küste sind die kurze Durchwanderung auf dem weiteren Weg nach Recco auf jeden Fall wert.

Blick auf die Kirche und die Küste von Camogli

Recco: Wasserball, Surfen und Normalität

Der nächste Ort, Recco, schafft endlich mal wieder etwas Normalität: weniger Touristen, mehr Einheimische, weniger Hotels, weniger Villen, mehr echtes Leben. Dazu gehört auch das Wasserballstadion nördlich der Bucht. Wer das Glück hat, ein Spiel sehen zu können, sollte sich das mit dieser Kulisse nicht entgehen lassen.

In der Bucht treiben auch bei kleinen Wellen ein paar Surfanfänger. Der Strand ist allgemein gut von Einheimischen besucht. Pizza oder Caffè gibt es auch – und so kann man einen perfekten Tag wunderbar ausklingen lassen. Mit dem Zug geht es in wenigen Minuten retour nach Rapallo.

Der Strand vor Recco mit einer kleinen Bucht und Palmen.

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