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Säuleck – Dein 3000er mit dem Zug

Mit dem Zug zum 3086 Meter hohen Säuleck in den Hohen Tauern

Mallnitz in Kärnten ist einer der höchstgelegenen Bahnhöfe in Österreich. Mit dem Zug kommst du hier direkt ins Hochgebirge und in die Hohen Tauern. Gleich neben dem Bahnhof öffnet sich das Dösner Tal mit dem Dösner See und dem 3.086 Meter hohen Säuleck – einer der wenigen 3000er, die direkt vom Bahnhof aus zu besteigen sind. Der verhältnismäßig einfache 3000er bietet sich mit der öffentlichen Anreise an, auch dein erster 3000er zu werden. Für alle mit dem Klimaticket ist Mallnitz fast ein Pflichtpunkt auf der To-Do-Liste. In dem 750-Seelen-Dorf gleich auf der Südseite des Tauerntunnels halten alle Fernverkehrszüge wie EuroCity, InterCity, ICE und sogar der Nightjet.

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Route

Bahnhof Mallnitz
Der Dösner See mit Blick vom Säuleck. einem einfachen 3000er der mit dem Zug erreichbar ist.
Säuleck Gipfel mit dem Arthur von Schmid Haus und dem Dösner See.

Kurzbeschreibung: Bahnhof Mallnitz oder Mallnitz Ort – am besten mit dem Wanderbus ins Dösner Tal – Parkplatz Dösner Tal – Konradlacke – über den Blockgletscherweg – Arthur von Schmid Haus – Wanderweg 534 – Grazer Scharte – Säuleck

Tourdaten

Distanz


21,3 km

Anstieg (ab Parkplatz)


1.660 hm

Dauer


8-10 Stunden

Ausdauer
80%
Können & Technik
70%
Landschaft
95%
Eine junge Frau vor dem Dösner See und dem Arthur von Schmid Haus. Eine Wanderung mit dem Klimaticket ab dem Bahnhof von Mallnitz.
Das Arthur von Schmid Haus bei Mallnitz. Mit dem Dösner See im Vordergrund.
Der Gipfel des Säuleck. der 3086 Meter hohe Berg ist vom Bahnhof aus erreichbar.
Der Ausblick vom Säuleck. Dem 3000er, der mit dem Zug erreichbar ist.
Anstieg zum Säuleck im Dösner Tal
Säuleck Gipfel mit dem Arthur von Schmid Haus und dem Dösner See.
Der Dösner See mit Blick vom Säuleck. einem einfachen 3000er der mit dem Zug erreichbar ist.
Der Blockgletscherweg über eine wunderschöne Alm mit einem Bach.
Eine Brücke mit einem Wanderer. Die Brücke führt über einen wilden Bergbach im Dösner Tal.
Kühe mit einer jungen Frau.
Zwei Wanderer im Dösner Tal.

Karte

Mallnitz

Der Wanderbus ins Dösner Tal ab Mallnitz ist mit dem Klimaticket kostenlos.

Mit dem Zug fast bis zum Gipfel

Wanderbus Dösner Tal

So ganz mit fremden Federn möchte ich mich nicht schmücken. Genau genommen hat uns unser Gastgeber von den Apartments Hohenberger in Mallnitz den Tipp mit dem Dösner Tal und dem Säuleck gegeben. Vom Dorfzentrum und vom Bahnhof startet der kostenlose Wanderbus ins Dösner Tal. Er fährt nur am Wochenende, und mit ihm spart man sich ca. 1,5 Stunden Gehzeit. Man kann aber auch direkt vom Bahnhof starten. Ein längerer Aufenthalt in Mallnitz ist von meiner Seite genauso zu empfehlen wie ein so netter Gastgeber wie bei den Hohenberger Apartments. Also Frühstück beim Bäcker holen und los geht’s auf den 3000er – direkt aus dem Zug oder dem Bergsteigerdorf Mallnitz.


Dösen Tal

Aus dem Zug in die Natur

Kühe, Almwiesen und Walderdbeeren

Am Parkplatz Dösner Tal angekommen, geht es durch ein kurzes Waldstück, bevor sich das Tal weit öffnet und wunderschön präsentiert. Ebenso hat sich uns gleich mal eine Kuhherde und jede Menge Walderdbeeren präsentiert. Wer eine natürliche Scheu hat, dem darf man gratulieren. Das ist besser und gesünder, als wenn man glaubt, eine Kuhherde sei ein Streichelzoo. Besonders wenn Jungtiere dabei sind, sollte man die Herde umgehen. Mein Spezialtipp ist, ruhig mit den Kühen zu reden. Dann erschrecken sie nicht und merken, dass jemand kommt.

Vorbei geht es erst an der Dösner Alm und dann an der herrlichen Konradlacke. Sie liegt traumhaft, von Wasserfällen umgeben, aber seelenruhig da. Verlaufen kannst du dich hier nicht – es geht immer geradeaus. Bis zu dem kleinen See ist die Tour relativ einfach und auch für Ungeübte gut machbar.


Zwei Kälber mit einer Wandererin im Dösner Tal.

Almparadies

Der Blockgletscherweg über eine wunderschöne Alm mit einem Bach.

Entlang des Blockgletscherweg

Da möchte man eine Kuh sein

Durch einen Anstieg im Wald folgt man dem Blockgletscher-Weg zur Dösner Hütte. Die Hütte ist von weithin sichtbar und nicht zu verwechseln mit dem Arthur-von-Schmid-Haus, von dem uns noch weitere Höhenmeter trennen. Hinter der Alm tut sich eine unglaubliche Almlandschaft auf – wie aus einem Bilderbuch oder einem kitschigen Alpenfilm der 70er, nur eben real, mit verzweigten Bächen, Wollgras und sanften Ebenen. Statt Peter Alexander sind hier entspannte Kühe anzutreffen, mit denen man als klassischer Büroarbeiter nur zu gerne tauschen möchte.

Der Blockgletscherweg ist ein Themenweg, der beschildert diverse Themen aufgreift. Er führt – wenig verwunderlich – zu einem Blockgletscher oberhalb des Dösner Sees. Ein Blockgletscher ist ein Gletscher aus Geröll und Eis, der – anders als klassischer Permafrost – fließt.


Dösner See

Blitzblauer Bergsee und Arthur von Schmid Haus

Atemberaubend schön

Es folgt ein Anstieg neben einem Wasserfall. Auf der Anhöhe sieht man schon die Fahne des Alpenvereins. Oben angekommen, sieht man als Erstes das Arthur-von-Schmid-Haus und gleich dahinter den Dösner See. Als Autor eines Buches über die Schönheit von Bergseen hat mich der Anblick fast umgehauen. Das Blau des Sees wirkt surreal! Hier verlaufen sowohl der E10 als auch andere Fernwanderwege. Wer auf der Hütte übernachten möchte, ist mit einer Reservierung gut beraten.


Eine junge Frau vor dem Dösner See und dem Arthur von Schmid Haus. Eine Wanderung mit dem Klimaticket ab dem Bahnhof von Mallnitz.

Säuleck
3086

Anstieg zum Säuleck im Dösner Tal

Hoch zum 3000er

Über Steinblöcke

Vom Arthur-von-Schmid-Haus gibt es verschiedene Routen: über den Blockgletscher (rechts vom See, dauert ca. 1,5 Stunden länger), links vom See über die Seealm – und hier teilt sich der Weg in einen Normalweg und einen schwierigen Klettersteig. Der Normalweg (534) führt über riesengroße Felsblöcke, die aber allesamt relativ gut zu überqueren sind. Ab der Grazer Scharte gibt es den ersten Ausblick auf die Nachbargipfel und den letzten Anstieg hoch zum Gipfel des 3000ers.


Weitsicht

GRandioser Rundumblick

Hochalmspitze, Ankogel und viele Gletscher

Das Gipfelkreuz selbst ist leicht unterhalb des eigentlichen Gipfels. Der Säuleck ist 3.086 Meter hoch und verhältnismäßig einfach zu besteigen. Es gibt keine Gletscherquerung, und der Weg ist weitestgehend wenig ausgesetzt. Von dem leicht versetzten Gipfelkreuz gibt es eine sensationelle Aussicht auf den darunter liegenden See. Wie eine blaue Perle strahlt er aus der Geröllwüste hervor. Der Rest des 360-Grad-Panoramas braucht sich auch nicht zu verstecken – so wie die kleine Maus, die Essensreste der Wanderer gejausnet hat. Gletscher nah und fern, ein Gletschersee und unzählige Gipfel der Hohen Tauern lassen uns staunend zurück.


Der Gipfel des Säuleck. der 3086 Meter hohe Berg ist vom Bahnhof aus erreichbar.

Abstieg

Schnell runter oder in die Hütte

Den Berg hast du erst bestiegen, wenn du wieder sicher unten bist

Wie immer gilt es auch beim Abstieg, konzentriert zu bleiben. Der Abstieg erfolgt über die gleiche Route. Wer Zeit und Lust hat, kann sich ja an den Wassertemperaturen probieren. Der See ist eiskalt! Im Hochgebirge sollte man auch immer das Wetter im Auge behalten. Der Wanderbus fährt grob alle zwei Stunden.


Der Bahnhof von Mallnitz mit dem Eurocity. Wandern mit dem Klimaticket.

ResÜmee Mallnitz

Da ich grundsätzlich ein Freund der Zuganreise bin und Mallnitz als kleiner Ort beste Verbindungen und sensationelle Bergmöglichkeiten verbindet, war die Freundschaft schnell hergestellt. Mallnitz präsentiert sich wenig aufdringlich, ist Teil der Alpine Pearls und setzt auf sanften Tourismus. Die Bergtour auf das Säuleck ist ein relativ einfacher 3000er, der quasi vom Bahnhof aus erreicht werden kann. Von mir gibt es eine klare Empfehlung, aber bitte lass das Auto zu Hause stehen.

Viel Spaß auf der Tour und schau dir gerne meine weiteren Tourenberichte an.


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