Alpenüberquerung von Kirchberg in Tirol nach Matrei in Osttirol
Die MTB-Tour über das Tauernkreuz ist extrem fordernd und nur mit leichten Bikes zu empfehlen. Über weite Teile unterhalb der Passhöhe (Tauernkreuz – St. Pöltner Hütte) muss das Bike geschoben und getragen werden. Es ist keine ausgewiesene Rad-strecke. Im Gegenteil, mehrere Schilder weisen Fahrverbote aus und auch der Weg ist teilweise schlecht markiert und schwer zu erkennen. Meine Tourenbeschreibung ist somit eher ein Leidensbericht als eine Tourenempfehlung.
Route

Stangenjoch

Tauernkreuz

Matrei
Kirchberg in Tirol – Aschau – Stangenjoch – Bramberg am Wildkogel – Mittersill – Hintersee (Felbertal) – Tauernkreuz (St. Pöltner Hütte) – Matrei in Osttirol
Tourdaten
Distanz
95 km
Anstieg
3.400 hm
Dauer
2 Tage
Karte und TRack

Kirchberg – Stangenjoch
Spertental
Der Start für die Tour war leider viel zu spät zu Mittag von Kirchberg in Tirol aus. Dann ging es rein nach Aschau durch das Spertental.
Stangenjoch 1713
Bei Aschau spaltet sich das Tal in den unteren und oberen Grund auf. Bis zur Rettensteinalm (1430) geht es noch recht bequem auf einer Forststraße. Ab hier wird es immer steiler und der Weg immer schwieriger zu befahren. Für mich sind es etwa 50 Höhenmeter, die an der steilsten Stelle zu schieben sind (die auf dem Bild).
Bramberg – Hintersee
Salzachtal
Laut meinem GPX-Track wäre es dann bei der Abfahrt über einem Wanderweg weiter gegangen. Die Abzweigung hab ich ausgelassen und bin somit über die Baumgartenalm abgefahren. Eine lange und traumhafte Abfahrt bei der man ab dem Wald auf dem festen Boden richtig Gas geben kann. Nur Kühe und entgegenkommende Autos sollte man im Auge behalten. Ab der Abfahrt ins Tal habe ich versucht Richtung Mittersill abzufahren. Da hab ich mich mehrmals verfahren. (Bitte nicht meinem Track folgen.)
Mittersill – Hintersee
Im Tal angekommen geht es Richtung Osten und unter der Hauptstraße durch auf dem Tauernradweg weiter bis nach Mittersill. Die Felbertauernstraße kann man durchgehend auf einem Wanderweg umfahren. Der Weg führt bis zum Hintersee. Eine gigantische Landschaft, die anscheinend bei arabischen Touristen sehr bekannt ist. Entlang der steilen Felswände sind unzählige Eiskapellen.


Alpenüberquerung am tauernkreuz
Fahren
Beim Parkplatz geht es auf der alten Bergwerkstraße von ca. 1300 Meter hoch auf 2100 Meter. Hier gibt es ein Fahrverbotsschield. Mir wurde gesagt Biken ist erlaubt, es handelt sich jedoch um keinen offiziellen Weg. Also ganz offiziell: bitte alles schieben. Mit unzähligen Serpentinen geht es anfangs auf Asphalt und dann auf Wiesenwegen hoch. Kühe, Pferde, Schafe und Ziegen: auf dem einsamen weg kommen dir in erster Linie Tiere entgegen.
Schieben und TRagen
Relativ unscheinbar kommt dann die Abzweigung zu einer langen Hangquerung, die ich natürlich verpasst hab. Ab da konnte ich mich nur noch mit der Karte orientieren trotz GPX-Track. Auf der gesamten Hangquerung ist meistens Schieben und Tragen angesagt.

Jetzt wirds Steil
Der eher unmarkierte Weg kommt mit dem Wanderweg wieder zusammen und ist ab hier wieder gut erkennbar. Hier oben ist ein kleiner Talkessel mit dem Plattachsee. Eine grandiose Landschaft, die nur durch eine Hochspannungsleitung gestört wird. Nachdem es etwas flacher ist geht es steiniger und steiler weiter. Es sind noch mehrere steile Tragepassage und Flachstücke die nicht wirklich zu befahren sind.
Tauernkreuz mit St.Pöltner Hütte
Erster Tag
Der erste Tag war vollkommen übertrieben. Mit der ewig langen Schieben- und Tragestrecke habe ich nicht gerechnet. Ohne Wasser bin ich an der Hütte um neun angekommen. In meinem Trance habe ich mich noch schnell puddelnackt über dem Waschbecken am Frauenklo gewaschen – ist mir erst beim Rausgehen aufgefallen.
Lager
Was macht man, wenn man die halbe Nacht wach liegt trotz Ohrstöpseln, weil einer im Lager schnarcht? Freu mich auf eure Kommentare. Meine Sportuhr hat gesagt: 3h Schlaf.


Ab nach Matrei
Planänderung
Nach der schwachen Nacht und dem Frühstück war eine Planänderung angesagt. Eigentlich sollte es bis nach Venzone gehen. Neue Ziel war Matrei in Osttirol.
Ewig lange Abfahrt
Vom Tauernkreuz geht es nach etwa 80 Höhenmeter oder 15 Minuten Tragen und Schieben mit der Abfahrt auf der Forststraße weiter. Die ewig lange Abfahrt endet am Parkplatz bei Tauer. Ab hier geht ein eher schlecht erkennbarer Weg, eigentlich ein Wanderweg, Richtung Matrei. Um den Bus zu erwischen hab ich das letzte Stück über die Straße abgekürzt.
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